Feldbesteck - Nützliche Gartenutensilien

Was braucht es, um ein kleines Feld zu bestellen? Diese Frage habe ich mir vor nunmehr vier Jahren zum allerersten Mal auch stellen müssen. Zu der Zeit war ich völlig überrumpelt von meiner eigenen spontanen Entscheidung ein Feld zu pachten. Meine Vorerfahrungen beschränkten sich auf kindliche Gartenerinnerungen und -arbeiten, die in den ersten zehn Minuten Spaß gemacht haben, die man aber dann doch lieber seinen Eltern überlassen hat. Panisch habe ich mir damals ein Set Handgeräte bestehend aus Blumenkelle, Harke und Kombigerät zugelegt und gehofft, das Ganze reicht für den Anfang. Aber was braucht es nun wirklich? Die Antwort ist: Zu Beginn überhaupt nicht so viel (und mit der Dreierkombi Handgeräte liegt man durchaus nicht daneben). Im Folgenden beschreibe ich, was ich so an Gartenzubehör auf dem Feld ausprobiert habe. Ich unterteile die Utensilien dabei in die Kategorien “Notwendig”, “Nice to have”, und “Überbewertet”. Da ich allerdings auch nur auf meine vier Jahre Erfahrung zurückblicken kann, freue ich mich natürlich, wenn ihr in den Kommentaren weitere Erfahrungen und Tipps festhaltet.

Notwendig

Handgeräte Hier halte ich vor allem eine kleine Schippe (Blumenkelle) und ein Kombigerät für unabdingbar. Auch jetzt noch erledige ich 90% aller Pflanz- und Jäteaufgaben mit diesen Geräten. Wer die Möglichkeit hat, sollte hierbei auf gute Materialien setzen (mir ist die ein oder andere Harke schon durchgerostet).
Gartenhandschuhe Um Blasen und Stiche von Brennesseln und Disteln zu vermeiden, lohnen sich Gartenhandschuhe. Zudem ist die Erde auf den Feldern der Hammer Ernte zwar umgegraben, aber nicht gesiebt. Das bedeutet, es können scharfkantige Plastikteile, etc. aus vorherigen Jahren in der Erde sein.
Hacke Um auch großflächiger Jäten zu können, habe ich mir im letzten Jahr eine Hacke angeschafft. Damit kann man Unkraut, welches man einige Wochen vernachlässigt hat relativ schnell (wenn auch nur grob) in den Griff bekommen. Je nach Größe des Feldes ist es auch sehr angenehm im Stehen arbeiten zu können.
Bindfaden Zum Abstecken der Beete oder um gerade auszusäen benötige ich relativ viel Bindfaden auf dem Feld. An dieser Stelle habe ich zwei Optionen, wobei ich jedoch meinen Favoriten noch nicht final gewählt habe. Zum einen werde ich in diesem Jahr zum dritten Mal eine feste Polyesterkordel verwenden. Der Vorteil: Die genutzten Stücke kommen nach der Saison in die Waschmaschine und können im nächsten Jahr wieder verwendet werden. Zum anderen habe ich Schnüre aus organischen Materialien (Jute oder Kokos). Diese sind nicht so haltbar, verrotten stattdessen eigenständig und somit ist es nicht so schlimm, wenn man nach der Saison nicht alle Schnurstücke findet. Wenn ich kurze Fäden benötige, greife ich meist auf diese zurück.
Schere und Messer Zum Abschneiden der Fäden, aber auch für sonstige Schneidearbeiten (Ausgeizen, etc.), habe ich eine Schere und zwei Messer (mit Schutzaufsatz) in meiner Gartenkiste. Mein Tipp: Die Messer eignen sich auch super, um beim Unkrautjäten tiefe Wurzeln abzustechen.
Gartenschere Zum Be- und Abschneiden dickerer Pflanzen sind Gartenscheren sehr viel angenehmer als Bastelscheren.
Pflanzstäbe und Halterungen Auch wenn die Felder durch Hecken (Fährstraße) oder Häuser (Aderkirchweg) an einigen Seiten ein wenig Schutz bekommen, kann es doch häufig sehr windig sein. Damit kleine Pflänzchen nicht direkt nach dem Kauf abknicken oder die mühsam vorgezogenen Stecklinge nach wenigen Tagen aufgeben, lohnt es sich in Pflanzstäbe zu investieren oder im Wald Weidenruten etc. zu sammeln. Eine weitere Möglichkeit wäre zum Beispiel Tomaten an Stangenkonstruktion hochzubinden. Mein Tipp: Ich habe meine Pflanzenclips durch wiederverwendbare (!) Kabelbinder ersetzt. Diese sind größenverstellbar, können nicht rosten und wandern zusammen mit der Polyesterkordel nach der Saison in die Waschmaschine.
Kulturvlies Unsere Felder befinden sich in Kappes Hamm, daher darf der Kohl natürlich nicht fehlen. Der schmeckt allerdings nicht nur uns Menschen gut, sondern auch den Kohlfliegen. Egal ob Rot-, Weiß- oder Grünkohl, ich habe bis jetzt noch keine Kohlgewächse (außer Kohlrabi) frei von Fliegen ernten können. Da wir auf unseren Feldern auf chemische Schädlingsbekämpfung verzichten, bleibt nur der physische Schutz. Daher werde ich dieses Jahr zum ersten mal ein Kulturvlies auf meinem Feld spannen.

Nice to Have

Eimer Seit dem letzten Jahr habe ich einen Eimer auf meinem Feld. Dadurch kann ich verschmutztes geerntetes Gemüse vor Ort vorwaschen und meine Spüle zu Hause wird nicht mehr mit ganz so viel Erde konfrontiert. Gerade bei Wurzelgemüse würde ich darauf nicht mehr verzichten wollen. Positiver Nebeneffekt: Das Wasser, welches zum Säubern verwendet wurde, kann direkt zum Gießen benutzt werden. Achtung: Die Kanister auf dem Feld enthalten kein Trinkwasser. Daher sollte das Gemüse nach dem Vorwaschen auf jeden Fall nochmal zu Hause abgespült werden.
Kiste Eine Kiste habe ich mir im letzten Jahr angeschafft, um alle Utensilien zu verstauen und vor Regen zu schützen. Es ist allerdings auch kein Problem, das Gartenwerkzeug in einer Tüte am Zaun aufzuhängen.
Kniekissen Der Boden auf den Feldern der Hammer Ernte hat einen hohen Lehmanteil. Daher wird er besonders bei Trockenheit hart. Es ist um einiges komfortabler auf einem Kniekissen oder etwas Vergleichbarem zu Arbeiten.
Grabegabel Kann sehr hilfreich sein um den Boden aufzulockern. Wer zudem verstärkt Wurzel- oder Knollengemüse anpflanzt, ist mit einer Grabe- oder Mistgabel gut beraten
Spaten Die Felder wurden von Christian und Tobias schon gefräst und damit aufgelockert und vorbereitet. Daher kann man sich das komplette Umgraben der Anbaufläche vorab auf jeden Fall sparen. Sollte man aber im Verlauf der Saison nachpflanzen und der Boden hat sich durch den Wechsel von Regen und Trockenheit wieder verdichtet und verhärtet, dann kann ein Spaten durchaus notwendig werden. Mein Tipp: Einige Gärtnerinnen und Gärtner auf den Feldern der Hammer Ernte sind mitunter sehr gut ausgestattet. Wenn man zu Beginn nicht alles selber anschaffen will, kann man sich Fehlendes auch einfach mal von seinem Nachbarn oder seiner Nachbarin ausleihen (bitte vorher Fragen).
Gummistiefel Regen und lehmige Böden haben ihr ganz eigenes Potenzial, wenn sie aufeinander treffen. Stellt euch darauf ein, bei der Gartenarbeit gut dreckig zu werden. Gerade auf Gummistiefel würde ich nach regnerischem Wetter nicht verzichten wollen.
Klapp-/Campingstuhl Natürlich wird auf einem Feld ausschließlich gearbeitet und nicht gesonnt… Nach getaner Arbeit (aber auch davor und zwischendurch) kann so ein Campingstuhl ein Segen sein. Zudem gibt es weniges was schöner ist, als nach getaner Arbeit mit einer Limo oder einem Bier den Sonnenuntergang auf dem Feld zu betrachten.
Gartenvlies Wer nicht abwarten kann und schon vor den Eisheiligen Jungpflanzen und Südgemüse auf dem Feld pflanzen will, sollte sich überlegen die Pflänzchen in den ersten Wochen mit einem Vlies zu bedecken. Sollte es dann doch noch Frost geben, muss man zumindest nicht von vorne anfangen. Es ist jedoch gut möglich, in den ersten beiden Maiwochen erstmal abzustecken, vorzubereiten und evtl zu sähen und die Jungpflanzen anschließend (nach dem 15. Mai) ins Beet zu setzen.
Erntekorb/-kiste Nach dem man den Rucksack mehrfach von Dreck befreit hat oder aus allen Jutebeutel/Einkaufstüten Erde rieselt, entscheidet sich der ein oder die andere vermutlich gerne für einen Erntekorb.

Überbewertet

Unkrautvlies Ich habe im letzten Jahr geglaubt, ich könnte dem Unkraut mit einem Vlies den Wind aus den Segeln nehmen. Dies muss jedoch vernünftig ausgebreitet und vor allem befestigt werden, um stabil an Ort und Stelle zu bleiben und benötigt dann gezielt Löcher, dort wo zukünftig etwas wachsen soll oder bereits gepflanzt ist. Das hat bei mir nur bei größeren Pflanzen (z.B. Zucchini) geklappt. Da sich diese aber nach einigen Wochen gut selber gegen Unkraut durchsetzen können, werde ich mir den Aufwand in diesem Jahr sparen.
Abdeckungen für Tomaten Tomaten sind etwas Tolles, aber auch ziemliche Diven, wenn es um ihre Ansprüche geht. Vermutlich gibt es nur durch uns Menschen Pflanzen, die viel Sonne und Wasser brauchen, letzteres aber bloß nicht von Oben kommen darf. Da ich aber trotzdem ein riesiger Fan bin, habe ich viele Versuche gestartet, um meine Pflanzen mit Folienkonstruktionen vor Regen zu schützen. Bisher sind leider jedoch alle Versuche nach wenigen Tagen am Wind gescheitert. Wer also keine großen Ertragseinbußen hinnehmen möchte, oder auf einen trockenen Sommer baut, sollte sich auf robuste Sorten (Celsior, golden Currant, etc.) fokussieren und von Experimenten mit Fleischtomaten (Oschsenhertz, etc.) Abstand nehmen.

Ich hoffe, diese Informationen können euch Feldneulingen bei der Qual der Wahl der kurz- und langfristigen Anschaffungen zumindest etwas helfen. Ich bin gespannt über alle weiteren Erfahrungen und Tipps, die wir hier noch zusammentragen können. Wir sehen uns auf dem Feld!

Julia, Hobby-Gärtnerin

 

 

DIREKT IN DÜSSELDORF - HAMM

Zentral gelegen und doch außerhalb. Am Rand von Kappes – Hamm, befindet sich unser Feld, wo wir Euch die Möglichkeit geben, eigenes Gemüse zu ernten.

SOFORT LOSLEGEN

Wir stellen Dir ein Beet zur Verfügung, welches Du nach Deinen Wünschen bepflanzen kannst. Du kümmerst Dich dabei selbst um die Bepflanzung und Pflege.

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Wenn es soweit ist, kannst Du Dein eigenes Gemüse ernten. Leckeres und frisches Gemüse ganz aus eigener Produktion und ohne Pestizide!

Jetzt für 2022 pachten

Nach dem Absenden Deiner Daten werden wir uns persönlich per E-Mail bei Dir melden. Solltest Du noch Fragen haben, schreibe diese gerne direkt in das Nachrichten Feld. 

Wir danken Dir für Dein Interesse an der Hammer Ernte und freuen uns auf die nächste Saison 2022.