Ungebetene Gäste

Innerhalb der letzten Wochen sind die Pflanzen auf den Feldern der Hammer Ernte um einiges gewachsen. Jetzt, Anfang Juli kann man die ersten Salatsorten, Zucchini, Kohlrabi und Radieschen ernten und die Tomaten bekommen auch so langsam Farbe. Schade also, dass die Gärtner und Gärtnerinnen ihre Ernte teilen müssen. Mit wem? Da hat die Natur einiges zu bieten. Höchste Zeit also, ich mit dem Thema der ökologisch vertretbaren Schädlingsbekämpfung genauer zu beschäftigen.

Blattläuse:

Wenn vorgezogenen Pflanzen nach draußen gesetzt werden benötigen sie einige Tagen um sich an das neue Klima und die raueren Bedingungen zu gewöhnen. Gerade in dieser Zeit sind sie sehr anfällig für Blattläuse. Auf dem Feld haben sie vor allem Zucchini und Auberginen befallen. Dort haben sie es sich auf den Blattunterseiten gemütlich gemacht und von Ameisen pflegen lassen.

Wichtig bei Blattlausbefall ist schnelles Handeln. Blätter die sehr stark befallen sind sollten entfernt werden. Ebenfalls lohnt es sich, die Läuse von den weniger befallenen Blättern abzustreifen. Anschließend kann man die Pflanzen mit einem altbewährten Hausmittel, dem Brennnesselsud besprühen. Um diesen herzustellen sammelt man am besten einige Hände voll Brennnesseln, gießt zwei Liter kaltes Wasser darauf gießen und lässt das ganze mindestens zwölf Stunden ziehen.

Weit verbreitet ist ebenfalls das Besprühen der Pflanzen mit einer Mischung aus Wasser und Spülmittel oder Brennspiritus. Dies sollte allerdings ein Mittel letzter Wahl sein, da auf diese Weise chemische Stoffe in den Boden gelangen.

Wer viele Blattläuse auf dem Feld hat sollte trotzdem den Kopf nicht hängen lassen. Im letzten Jahr hat sich eine ganze Population an Marienkäfern auf dem Feld entwickelt diese kleinen Nützlinge und ihre Larven haben einen riesen Appetit auf Blattläuse.

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Vögel:

In diesem Jahr haben auch Tauben und Krähen ihren Gefallen an Kohlrabi und Co gefunden. Viele kreative GärtnerInnen haben Windspiele, CDs, Fahnen und bunte Stofftücher aufgehängt, um die Vielfräße zu vertreiben. Leider sind die Vögel bisher eher unbeeindruckt von den Maßnahmen gewesen, sodass Netze die größten Erfolge erzielt haben. Einen Vorteil hat es jedoch: Mit ein wenig wind sieht das Feld fast aus wie ein Meer voller bunter Segelboote.

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Mehltau:

Im letzten Jahr sind vor allem die Zucchinipflanzen von Mehltau befallen worden. Zum Glück der GärtnerInnen passierte dies erst gegen Ende der Saison, als die Pflanzen vom Produzieren vieler Früchte schon geschwächter und daher anfälliger für Schädlinge waren. Das Internet hält hierfür vor allem einen Ratschlag bereit: Pflanzen, die gesund und kräftig sind, sind nicht so anfällig für einen Befall. Wichtig ist also, die Pflanzen während der Saison fleißig mit Nährstoffen zu versorgen. Besonders gut soll dafür Schachtelhalmsud geeignet sein. Zur Herstellung Ackerschachtelhalm zerkleinert, circa 24 Stunden in Wasser einweichen und anschließend ca. 30 Minuten köcheln lassen. Abgekühlt, gesiebt und verdünnt (1:5) kann der Sud auf die Pflanzen gesprüht werden. Regelmäßig angewendet (alle 2-3 Wochen) versorgt der Sud die Pflanzen mit Flavonoiden, organischen Säuren und Kieselsäure.

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Wir hoffen, ihr lasst euch von den Tierchen nicht die Garten-Laune verderben und habt (ob mit oder ohne unsere Tipps) die Gesundheit eurer Pflanzen fest im Griff. Falls ihr weitere Tipps und Tricks auf Lager habt, welche ihr gerne mit den anderen Gärtnern und Gärtnerinnen der Hammer Ernte teilen möchtet, dann freuen wir uns natürlich über Kommentare unter dem Beitrag!

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Zentral gelegen und doch außerhalb. Am Rand von Kappes – Hamm, befindet sich unser Feld, wo wir Ihnen die Möglichkeit geben, eigenes Gemüse zu ernten.

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Wir stellen Ihnen ein Beet zur Verfügung, welches Sie nach Ihren Wünschen bepflanzen können. Sie kümmern sich dabei selber um die Bepflanzung und Pflege.

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